Die Preßnitztalbahn ist eine 750-mm-Schmalspurbahn, die sich heute über eine Strecke von rund acht Kilometern Länge zwischen den beiden Endstationen Steinbach (bei Jöhstadt) und Jöhstadt erstreckt. Durch Eingemeindung der früher selbständigen Ortschaften Steinbach (1998) und Schmalzgrube (1992) verläuft die Strecke heute komplett im Flächengebiet der Bergstadt Jöhstadt.
Zwischen 1892 und 1984 verlief die Preßnitztalbahn von Wolkenstein nach Jöhstadt über eine Gesamtlänge von etwa 23 Kilometern, die Museumsbahn deckt dabei heute das höchstgelegene Drittel zwischen dem Streckenkilometern 14,7 bis 23,2 auf einer Länge von 8,5 Kilometern ab. Von Steinbach bei 543 m ü.N.N. steigt die Strecke bis Jöhstadt auf 684 m ü.N.N., die größte Neigung beträgt damit 25 Promille bzw. 1:40. Der windungsreiche Streckenverlauf folgt der namensgebenden Preßnitz von Steinbach bis Schmalzgrube und von dort dem Jöhstädter Schwarzwasser bis Jöhstadt.
Die Erweiterung der Strecke um den Abschnitt zwischen Oberschmiedeberg und Steinbach ist seit 2022 in Arbeit und soll voraussichtlich um das Jahr 2030 abgeschlossen werden.
Interaktive Streckenkarte
In Steinbach ist der Preßnitztal-Rad- und Wanderweg, der fast bis Wolkenstein auf dem alten Bahndamm führt, angebunden. Am Bahnhof sind Parkplätze unter anderem mit E-Ladesäule und WC vorhanden.
Am idyllischen Wildbach befindet sich eine gemütliche Raststätte, die mit originellen Speisen und Getränken nicht nur den Wanderer zur Rast einlädt.
Der Ort verdankt seinen Namen einem alten Schmelzofen, dem letzten erhaltenen Sachzeugen der Eisenerzverhüttung im Erzgebirge. Er kann unweit vom Bahnhof besichtigt werden.
Der einsam gelegene Haltepunkt am Loreleifelsen ist Ausgang für Wanderungen entlang der Bahnstrecke oder auch zum Hotel & Restaurant „Heilbrunnen".
Zu bestimmten Fahrtagen finden Veranstaltungen bzw. Ausstellungen Jöhstadt statt. Besichtigungen sind auf Anfrage oder nach vorheriger Anmeldung möglich. E-Ladesäule vorhanden.
Höchstgelegener Bahnhof der Strecke, der in seinem historischen Lokschuppen die betriebsfähigen Dampflokomotiven beherbergt. Parkplätze unter anderem mit E-Ladesäule und WC vorhanden.
Das Stationsgebäude von Schmalzgrube ist eines der markantesten Gebäude der Museumsbahn, ist gleichzeitig aber auch ein sogenannter Typenbau der Königlich-Sächsischen Staatseisenbahnen und ist in dieser oder leicht abgewandelter Bauform an vielen sächsischen Schmalspurbahnen zu finden bzw. zu finden gewesen. | 07.08.2005 | Foto: Jörg Müller
Die Gebäude der Museumsbahn und andere dominante Bauwerke prägen das Erscheinungsbild der Strecke, auch wenn gerade kein Zugbetrieb stattfindet. Bei Zugbetrieb erfüllen die Stationsgebäude wichtige Funktionen. Viele Gebäude wurden aufwändig saniert und werden liebevoll erhalten und sollen so dem Besucher einen bleibenden Eindruck von der Bahn und seinem Umfeld vermitteln. weiter
Im Frühjahr 2010 wurde nahe des Haltepunktes Forellenhof diese Brücke über einen Mühlgraben mit einem originalen Widerlager und einem neu gesetzten Widerlager erneuert, nachdem die 1882 eingebaute Brücke am Ende ihrer Lebensdauer angekommen war. | 29.04.2010 | Foto: Daniel Theumer
Bei einer Taleisenbahn wie der Preßnitztalbahn, die dem Flusslauf von Preßnitz und Schwarzwasser folgt, sind häufige Querungen des Gewässers aber auch Stützmauern und Durchlässe unabdinglich und stellen aufgrund der anspruchsvollen Geländesituationen besondere Herausforderungen bei der Errichtung und Unterhaltung dar. weiter
Der Parkplatz und die Ladestraße des Bahnhofes Steinbach sind Bestandteil der Verkehrsanlagen der Museumsbahn. | 30.03.2018 | Foto: Jörg Müller
Verkehrsanlagen sind die baulichen oder technischen Einrichtungen, die den reibungslosen Verkehr der Eisenbahn ermöglichen. Diese sind insbesondere die Stationen (Bahnhöfe, Haltepunkte) mit den Bahnsteigen, Bahnübergänge, Abstellanlagen und nicht zuletzt auch die zugehörigen Verkehrswege und Signalanlagen (Signale, Zeichen), die für den Besucher die direkte Schnittstelle zur Museumsbahn bilden. weiter
Im Juni 2013 sorgte langanhaltender Regen dafür, dass Schwarzwasser und Preßnitz erhebliches Hochwasser führten, so dass die Gleise in der Ausfahrt des Bahnhofes Steinbach bereits komplett im Wasser lagen. | 02.06.2013 | Foto: Torsten Hahn
Naturereignisse können zerstörerische Auswirkungen auf eine Eisenbahnstrecke haben, egal in welcher Jahreszeit oder mit welcher Dauer die Einwirkung erfolgt. Regelmäßig dauert die Behebung der daraus an den Anlagen entstandenen Schäden ein Vielfaches an Zeit und sehr erheblichen Aufwand. weiter
Steinbach
Der Bahnhof Steinbach ist in seiner Anlage ein klassischer Durchgangsbahnhof einer Schmalspurbahn mit Lokbehandlungseinrichtung (Wasserhaus) sowie Lademöglichkeiten und Abstellgleisen. Heute ist der Bahnhof tiefstgelegener (und nördlichster) Bahnhof der Museumsbahn. Für die Anmutung als Durchgangsbahnhof kann ein rund 200 Meter langes Gleis in Richtung Wolkenstein für Scheineinfahrten genutzt werden.
Im Bahnhof Steinbach
Schmalzgrube
Der Bahnhof Schmalzgrube ist Betriebsmittelpunkt der Museumsbahn. Hier kreuzen die Züge bei Mehrzugbetrieb, im Stationsgebäude ist dann auch der regelmäßige Arbeitsplatz des Zugleiters.
Schmalzgrube
Jöhstadt
Der Bahnhof Jöhstadt ist der Heimatbahnhof für die Lokomotiven, Einsatzstelle und höchst gelegener Bahnhof der Museumsbahn. Aufgrund des Baus eines Platten-Wohnblocks mit 33 Wohneinheiten nach der Stilllegung der alten Preßnitztalbahn auf der Fläche des Bahnhofes und des früheren Güterbodens steht seit dem Aufbau der Museumsbahn nur ein Drittel der früheren Fläche zur Verfügung. Der Verein IG Preßnitztalbahn e.V. hat daher das Projekt „Neuer Bahnhof Jöhstadt“ gestartet, um in mittelfristiger Zukunft die Neugestaltung des Bahnhofs zu bewerkstelligen.