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13.03.2016
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Der Preß´-Kurier

Ausgabe 3/2016 (150)
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folgt am 15. August 2016.

Titelbild der 5.Auflage des Buches "Schmalspurbahn Wolkenstein - Jöhstadt"

Die Schmalspur-
bahn
Wolkenstein - Jöhstadt

von Andreas Petrak
Kenning-Verlag
5. vollständig überarbeitete Auflage

208 Seiten DIN-A4 gebunden,

Neuer Preis: 24,90 €

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Ausgabe 4/1992
(Heft 7)
August / September 1992

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Fahrzeugpark der Preßnitztalbahn
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Preßnitztalbahn erwirbt Diesellok 199 007-6 (399 701-2)

Am 7. Juli 1992 traf eine weitere, durch die IG Preßnitztalbahn e.V. gekaufte Lok auf einem Tieflader am Jöhstädter Lokschuppen ein. Hierbei handelt es sich um eine Kleindiesellokomotive vom Typ Ns 4. Die vom Hersteller als Werklok an das damalige VEB Feinspinnerei Venusberg gelieferte Lok wurde nach der Stillegung der Schmalspurbahnstrecke Wilischthal - Thum und Einstellung des schmalspurigen Werksverkehr von der Deutschen Reichsbahn aufgekauft und nunmehr unter der Betriebsnummer 199 007-6 auf dem Bahnhof Wilischthal zur Bedienung der dortigen Papierfabrik stationiert. Das einzig noch verbliebene Reststück des ehemaligen Thumer Netzes war am 14. Dezember 1991 Schauplatz der bisher wohl spektakulärsten Schmalspur-Aktionen der IGP mit "Planeinsätzen" der IV K 99 1586.

Lok 199 007 in Jöhstadt (22.11.1992)Dabei waren auch die beiden DR- Ns 4 (199 007 und 199 008) zu besichtigen. Die 1990 hierher gelangte 199 008-4 übernahm den inzwischen spärlich gewordenen Güterverkehr auf der Strecke fast gänzlich, so daß 199 007 fast ständig betriebsfähig abgestellt war. Mit der faktischen Einstellung des Güterverkehrs wurde die Lok bei der DR entbehrlich und durch die IG erworben. Die Lok ist Eigentum des Vereins, wobei mehrere Mitglieder speziell dafür Spenden einzahlten.

Die Lok soll auf der künftigen Museumsbahn als Bauzuglok fungieren, da die andere bisher vorhandene Diesellok (HF 130 C) dafür nicht nutzbar ist.

Die Ns 4  199 007-6, die im offiziellen Umnummerierungsplan der Deutschen Reichsbahn noch die Nummer 399 701-2 erhielt, wurde 1957 vom VEB Lokomotivbau Karl Marx Babelsberg mit der Fabriknummer 250029 hergestellt. Mit Wirkung vom 14. Februar 1958 wurde die Lok mit der Betriebs-Nummer 1 in Venusberg in Dienst gestellt.

Sie besitzt einen wassergekühlten 6 Zylinder-Dieselmotor mit 90 PS Nennleistung. Die Kraftübertragung erfolgt vom 4-Gang-Rädergetriebe über Blindwelle und Kuppelstange auf die drei Achsen.

Das Dienstgewicht der Lok beträgt 15 Tonnen und die Höchstgeschwindigkeit 24 km/h. Gebremst wird die Lok durch eine Handbremse.

Weitere techn. Daten :

Leergewicht                  ca 14,2 t
LüP                               5340  mm
Breite über Rahmen      1720  mm
Höhe                            2660  mm
Radstand gesamt          1800  mm
Raddurchmesser            700  mm

(Foto: Ns4 199 007 in Jöhstadt. Jörg Müller / nicht in der Printausgabe)


HF 130 C "Pizol"

Wie bereits im PK Oktober '91 berichtet, stammt die Lok aus Beständen der ehemals internationalen Rhe inregulierungsmaßnahme in der Schweiz und hatte längere Zeit auf einem Schrottplatz zugebracht, ehe sie im Herbst 1990 von einigen Eisenbahnfreunden mit zwei gleichartigen Loks ins Erzgebirge gebracht wurde. Die beiden Schwesterloks stehen gegenwärtig in Oberrittersgrün.

Ursprünglich nach der Wiederherstellung der Fahrfähigkeit der Lok als Bauzuglok vorgesehen, mußte nach Rücksprache bei der Bahnaufsicht Abstand davon genommen werden, da keinerlei Betriebsunterlagen vorhanden waren und diese erst für mehrere Tausend DM anzufertigen gewesen wären. Da die HF 130 C also keine Betriebszulassung erhält, ist auch kein Fahrbetrieb mit ihr mehr möglich. Zwischenzeitliche Unstimmigkeiten zwischen Herrn Wiegand als Besitzer der Lok und dem Verein wurden in der Zwischenzeit soweit geklärt, daß sie weiterhin bis zu anderweitiger Verfügung von Herrn Wiegand in Jöhstadt verbleibt, mit Rücksicht auf den Verlußt jeglichen Rechtsschutz bei Einsatz ohne Zulassung auf Fahrbetrieb verzichtet wird.

Nach Ankunft der zweiten IV K in Jöhstadt werden die beiden vorgenannten Dieselloks ihren bisherigen, trockenen Standplatz im Heizhaus wieder verlassen müssen. Ein endgültiger Abstellplatz für sie ist im Moment jedoch noch nicht vorhanden, müssen also noch mit häufigerer Ortsveränderung "rechnen".

Klaus Otto/J.M.

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